AG Holz / AG Metall

Bericht für das Schuljahr 2008/2009

Ausgaben für Praxis an Hauptschulen und Hauptschulen an sozialen Brennpunkten
Projekt: Holzarbeit mit einem Schreiner

"Mobiler Verkaufsstand für Pausen und Sonderaktionen"

Projektleiter: Herr Johannes Fröhler, Schreinermeister

Projektablauf / Projektergebnis:

Im Zeitraum Oktober 2008 bis Dezember 2008 fanden 8 vierstündige Nachmittage statt. Insgesamt nahmen 12 Schüler aus den Jahrgangsstufen 7-9 teil.

Betreut wurde das Projekt im Rahmen der Schule von Herrn Franz Morawietz und von Frau Elisabeth Kronschnabl.

Wegen der Umbaumaßnahmen an der Hauptschule Garching können zurzeit nur in Behelfssituationen die Schülerinnen und Schülern mit Pausenverpflegung versorgt werden. Daraus entwickelt sich die Projektidee einen mobilen Pausenverkaufsstand zu organisieren. Nach mehreren verschiedenen Vorschlägen wurde nach den ersten Planungssitzungen der Entwurf der Schülerinnen und Schülern vom Schreinermeister Fröhler in einen professionelle Planungszeichnung umgesetzt.

Von der Jugendsozialarbeit kam der Vorschlag den Pausenverkaufsstand so zu planen, dass er auch bei den Schulfesten eingesetzt werden kann. Dabei war die Vorgabe, dass er durch Rollen mobil sein sollte und in kleine Teile zerlegt werden kann, dass er auch über Treppen in den Kellerraum transportiert werden kann in dem das Schülercafé untergebracht ist.

Bei den vorbereiteten Rahmenteilen lernten die Schülerinnen und Schüler zunächst einmal die Möglichkeiten der Holzverbindungen kennen. Bei der Zapfenverbindung mussten sie mit dem Stemmeisen fachgerecht umgehen.

Gegenseitig helfen sich die Schülerinnen und Schüler um zu einem optimalen Arbeitsergebnis zu kommen.

Dabei ist auffallend, wie konzentriert und selbstständig sie diese Aufgaben erledigen.

Die Holzverbindungen wurden sehr exakt gefertigt, so dass stabile Konstruktionen entstanden.

Herr Fröhler führt die Schüler zu einer konzentrierten Arbeitshaltung. In der Zusammenarbeit mit Frau Kronschnabl konnten die Arbeiten so organisiert werden, dass Schülerinnen und Schülern, die gerade nicht am Gemeinschaftswerkstück weiter arbeiten konnten auch beschäftigt waren.

Hier sind kurz vor der Endmontage die beiden Teilkonstruktionen zu sehen, die mit Beschlägen zusammen gefügt werden können.

Garching, den 15.12.08

F. Morawietz (Rektor)


Bericht für das Schuljahr 2007/2008

Ausgaben für Praxis an Hauptschulen und Hauptschulen an sozialen Brennpunkten

Projekt: Holzarbeit mit einem Schreiner

"Spielewürfel – ein Pausenhofspiel"

Projektleiter: Herr Michael Heringer, Schreiner und Heilpädagoge

Projektablauf / Projektergebnis:

Im Zeitraum Oktober bis Ende November 2007 fanden 8 vierstündige Nachmittage statt. Insgesamt nahmen 11 Schüler aus den Jahrgangsstufen 6-9 teil.

Betreut wurde das Projekt im Rahmen der Schule von Herrn Franz Morawietz.

In Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schüler wurde die Projektidee weiter entwickelt im Pausenhof bzw. in der Aula Sitzgelegenheiten und Spiele zu ermöglichen. Die ursprüngliche Idee gleichzeitig noch physikalische Grunderfahrungen zu ermöglichen wurde zunächst zurück gestellt, da die Schülerinnen und Schüler sich für diese Idee nicht begeistern konnten. Den Schülern wurden verschiedene Brettspiele vorgestellt. Sie konnten sich für zwei Brettspiele entscheiden.

Sie entschieden sich für:

Mühle, Dame, Mensch ärgere dich nicht

Die Spielfelder wurden zunächst geschliffen und anschließend lackiert. Auf die Holzbretter wurden dann mit Schablonen die Spielfelder gezeichnet.

    

Besonders arbeitsaufwändig war die Vorbereitung der  Schablonen zum Aufzeichnen der Spielfelder. Diese Arbeiten wurden in der heimischen Werkstatt – ohne Schüler erledigt und nicht in Rechnung gestellt.

Gleichzeitig wurde in der Gruppe differenziert weiter gearbeitet. Mit den Gehrungssägen wurden aus den Rundstäben passende Spielfiguren geschnitten. Wichtig war dabei, dass die Spielsteine nach dem Absägen sorgfältig geschliffen wurden, um eine glatte Oberfläche zu erhalten. Voraussetzung für die arbeitsteilige Organisationsform war, dass zwei Gehrungssägen von den beiden Betreuern zur Verfügung gestellt wurden.

Aus den Rundstäben mit einem Durchmesser von 1 cm wurden die längeren Spielsteine für das  „Mensch ärgere dich nicht – Spiel“ gesägt. Diese wurden dann auch noch anschließend in den Farben rot, blau, grün und schwarz lackiert.

    

Die Spielsteine für die Mühle und Dame Spielfelder wurden aus Rundstäben mit 2 cm Durchmesser geschnitten. Nach dem Schleifen wurde die Hälfte der Spielsteine schwarz lackiert.

Der Spielekubus, für die Aufbewahrung der Spielbretter und Spielsteine dient auch als Sitzgelegenheit zum Spielen in der Aula. Vorbereitet wurden maßgenau zugeschnittene Tischlerplatten, Rundstäbe.

Zunächst ging es für die Schülerinnen und Schüler daran die Oberflächen und Kantender Tischlerplatten zu schleifen. Dabei wurde ihnen die Schleifrichtung erklärt und der Umgang mit Schleifblock und Schleifpapieren verschiedener Körnung.



Als Vorbereitung zur Endmontage des Spielekubus wurden dann mit einer Lamellofräse an den passenden Stellen Nuten zum Einsetzen der Lamellos gefräst.

Die Leimung erfolgte wieder in der Werkstatt, da die Schule nicht über eine ausreichende Anzahl von Zwingen verfügt.

Die Oberflächen der fertig verleimten Würfel wurden dann von den Schülern mit einem ungiftigen Holzwachs behandelt.

    

Ganz stolz präsentiert Safa, den von ihm gefertigten Spielewürfel.

Besondere Erwähnung verdient das pädagogische Geschick von Herrn Heringer, der die Schüler zu einer konzentrierten Arbeitshaltung geführt hat. Kein Meister beim HEi hatte auch nur annähernd diese pädagogischen Fähigkeiten.

Hinzu kam eine hervorragende Arbeitsorganisation. Ständig waren alle Schüler beschäftigt und so kam es kaum zu Störungen.

Garching, den 15.1.08

F. Morawietz (Rektor)


Bericht für die Regierung von Oberbayern

Praxis an Hauptschulen und Hauptschulen an sozialen Brennpunkten

Modell Schülerwerkstatt an der Hauptschule Garching 2007

"Arbeiten wie Profis"

Metall: Profi: Manfred Kick, Metallbaumeister

Betreuende Lehrkraft: Herr Schwab, Fachlehrer

Bericht: Herr Schwab, Fachlehrer

Start: Mai 2007 bis Juli 2007

Beteiligte: Schüler der 8. Klasse der Hauptschule Garching

Anders als im Antrag angekündigt wird die Herstellung von Versuchsobjekten (Farbräder, Hohl- und Konkavspiegel, Wasserspringschale, Sonnenuhr) verschoben. Dafür konnte mit der Projektarbeit „Rundsitzgruppe“ schon vorher begonnen werden. Diese Arbeit wurde vorgezogen und wird im Schuljahr 07/08 mit einem passenden Tisch dazu fortgesetzt.

Im Rahmen des GtB-Unterrichtes hat im Schuljahr 2006/2007 die GtB-Gruppe der Klasse 8 a zusammen mit der GtB-Lehrkraft eine Projektarbeit in Zusammenarbeit mit der Firma Metallbau Kick OHG durchgeführt.

Thema des Projektes war eine Sitzgruppe für die Aula der Hauptschule Garching zu planen und anzufertigen.

Die Schüler ermittelten zunächst die Maße der Nische, in der die Sitzgruppe stehen soll. Danach wurden verschiedene Entwürfe skizziert und beraten. In Absprache mit Herrn Kick wurde ein Entwurf ausgewählt und konkretisiert. Besonders in dieser Planungsphase wurden bei der Anfertigung der Skizzen und Planzeichnungen Schlüsselfertigkeiten und wichtige Arbeitstechniken für das Metallhandwerk geschult. Der Bezug zum Bereich Geometrie in der Mathematik wurde immer wieder hergestellt

Die Zuschnitte der einzelnen Holme wurden von einem Mitarbeiter der Firma Kick angefertigt.

Schüler schweißten unter Aufsicht des Meisters etliche Verbindungen.

Viel Arbeit bescherte das Grundieren und Lackieren der Sitzgruppe.

Ebenso mussten die Bretter für Sitz und Lehne lasiert werden. Es war dabei erhebliche Geduld erforderlich.

Abschließend wurden die Bretter montiert und die Sitzgruppe in die Schule transportiert.

Jetzt wird die Rundsitzgruppe in der Aula bereits intensiv belegt, so wie hier von der Ganztagsklasse 5 A vor einem Ausflug.

Beteiligt waren die Schüler der GtB - Gruppe der 8. Klasse, Herr Manfred Kick und Mitarbeiter und Herr Schwab (Lehrer)

Garching, 19.11.07
F. Morawietz (Rektor)


Bericht für die Regierung von Oberbayern

Praxis an Hauptschulen und Hauptschulen an sozialen Brennpunkten

Modell Schülerwerkstatt an der Hauptschule Garching 2006

"Arbeiten wie Profis" Start: Juni 2006

Beteiligte: Schüler der 8. Klasse der Hauptschule Garching - insgesamt 12 Schüler

Metall: Profi: Manfred Kick, Metallbaumeister

Betreuende Lehrkraft: Herr Schwab, Fachlehrer

Bericht: Schüler der KtB - Gruppe 9. Klasse

Der Bau der Montgolfière

Das Thema der U-Bahn Eröffnung war historische Fortbewegungsmittel. Die Hauptschule Garching hat beschlossen, in Zusammenarbeit mit den Schülern des GtB-Unterrichtes das Modell einer Montgolfière d.h. den Vorläufer des Heißluftballons zu bauen. Das Gestell sollte aus Stahl und mit Hilfe der Metallbaufirma Kick gebaut werden.

Der erste Schritt war die Planung des Gerüstes, hierbei half unter anderem Herr Johannes Kick, der am PC einen Plan der einzelnen Ringe erstellte.

Am 28.06.2006 sind die GtB-Schüler der 8. Klassen der Hauptschule Garching in Begleitung ihres GtB-Lehrers (Herrn Schwab) in die Metallbauwerkstatt Kick gegangen. Zunächst wurden uns die Werkstattregeln erklärt, danach wurde das Werkzeug mit dem Besitzer der Werkstatt geholt und vorbereitet. Die Mädchen hatten den Auftrag, eine Stange in 5 gleichgroße Teile zu schneiden, die Jungs bogen die beiden Stangen für den Korb.

Auch der Lehrer wurde nicht verschont und musste immer wieder mit Hand anlegen.

Die Mädchen brachten die 5 Stangen, zum Verschweißen. Nach einer kurzen Einführung von Herrn Manfred Kick durften die Mädchen mit einem Mitarbeiter Platten schleifen. Inzwischen hatten die Jungs die Stangen auf den Korb geschweißt, nachdem sie die Stangen befestigt hatten, schweißten sie den oberen Kreis drauf.

Drei oder vier Schüler sollten  den Korb erst grundieren und dann einen Decklack für diesen aussuchen, die Wahl fiel auf Himmelblau. Den Korb durften die Mädchen anstreichen, als die Farbe trocken war mussten die Jungs den Mädchen helfen den Korb umzudrehen damit diese auch den unteren Ring anstreichen konnten.

In der Zwischenzeit haben die Jungs die Ringe für den Ballon gemessen, beschriftet und in die richtige Reihenfolge gelegt.

Drei Schüler hatten die Aufgabe die langen Stangen für den Ballon zuzuschneiden, der Herr Kick hatte die Idee den Ballon mit dem Gabelstapler aufrecht zu halten, während jeweils vier Schüler einen Ring aufrecht hielten, schweißte Herr Kick oder einer der Schüler die durch die Löcher gefädelten Stangen an die Ringe.

Nach weiteren 20 Stangen, die die Schüler, angeschweißt hatten, konnte man schon die Konturen des Heißluftballons sehen. Immer wieder wurde - vor allem durch Herrn Kick und unserer Lehrkraft - der weitere Bau besprochen und die folgenden Arbeitsschritte festgelegt.

Inzwischen war das Schuljahr beendet. Die Schüler, die im Schuljahr 2006/2007 das Fach GtB in der 9. Klasse gewählt hatten, bauten die Montgolfière zu Ende. Dabei richteten sich die Arbeitszeiten nach den Möglichkeiten der Werkstatt. Es ist eine Arbeitsgemeinschaft entstanden, die in vielen zusätzlichen Stunden die restlichen Arbeiten erledigte.

Der Korb wurde auf eine große, schwere Metallplatte geschraubt und der Heißluftballon mit einem dicken Metallrohr auf diese Platte geschraubt.

Als nächstes wurde der Wagen, auf dem unser Ballon gezogen wird, mit großen Holzplatten verkleidet. Zum Schluss wurden die einzelnen Teile der Montgolfière auf den Wagen montiert. Nun wurde mit dem Stoff, der in der Schule von WtG-Schülern und ihrer Lehrerin – Frau Jacobs – genäht, und im Kunstunterricht von Schülern mit Frau Rosenberger bedruckt worden war, das Gerüst überzogen.

Geschafft. Nach vielen Stunden Arbeit ist die Montgolfière endlich fertig und richtig gut gelungen!

Soweit der Bericht, wie er von den beteiligten Schülerinnen und Schüler unter Anleitung von Herrn Schwab entstand.

Stellungnahme des Schulleiters:

Dieses Projekt in Zusammenarbeit mit der Metallbaufirma Kick hat den Schülerinnen und Schüler einen praxisnahen Einblick in die Vorgänge in einem mittleren Handwerksbetrieb gegeben und sie konnten unter Anleitung eines erfahrenen Handwerksmeisters Ihre Fertigkeiten in der Metallbearbeitung verbessern. Allen Schülerinnen und Schüler wurden Zeugnisse ausgehändigt, in denen die Tätigkeiten beschrieben wurden und die Qualifikationen, die sie bei diesem Projekt erworben haben.

Am 15.10.2006 zogen dann 40 Schüler und 8 Lehrkräfte mit den historisch gewandeten Brüder Montgolfiere durch die Straßen Garchings.

In der Presse wurde der Beitrag der Hauptschule Garching beim verkehrshistorischen Umzug besonders beachtet.

F. Morawietz, Schulleiter